RammBlog

18. April 2013
von andI611
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Bahnhof Potsdam Pirschheide – Abandoned

Bhf. Potsdam PirschheideBhf. Potsdam Pirschheide

Ich bin heute in der Mittagspause mal wieder etwas durch die Umgebung gestreift. Den ehemaligen Potsdamer Hauptbahnhof habe ich immer vor der Nase und ich weiß nicht, wie oft ich schon den verwaisten Teil inspizieren wollte. Heute war es soweit. Ein komisches Gefühl ist das ja immer, wenn man an solche Orte kommt, noch dazu, wenn man da einiges an persönlicher Geschichte mit verbindet. Von hier bin ich oft in die Hauptstadt der DDR gefahren, hier begann der erste Urlaub mit den Freunden und ohne Eltern, von hier fuhr man damals eigentlich überall hin, wenn man per Bahn aus Potsdam weg fuhr. Ich seh uns noch stehen, an diesen „neumodischen“ roten Fahrkartenautomaten, beim Versuch eine Fahrkarte nach Poprad im slowakischen Teil der damaligen CSSR zu kaufen. Die erste Grilletta (der Zonen-Burger!) Potdams gab es hier zu kaufen (damit reduzierten sich dann übrigens auch die Fahrten in die Hauptstadt der DDR, denn die waren oftmals Grilletta-getrieben…) und ein ums andere Mal fand man sich hier auch ungewollt wieder, wenn man nach der Disco in der Straßenbahn einschlief und bis zur Endhaltestelle mitfuhr. Das spielte sich natürlich eher alles im vorderen Bereich des Bahnhofs ab, der ja heute zumindest teilweise noch genutzt wird. Komplett „abandoned“ sind aber die oberen Bahnsteige und die Halle. Bis zur Halle bin ich nicht vorgedrungen, keine Ahnung ob man da halbwegs sicher hinkommt. Aber der Rest ist auch spannend, Birken wachsen vor Treppenaufgängen, eine Mischung aus Ostcharme und Nachwendeflair liegt über allem und alles hat diese morbide Spannung. Ich mag das. Mehr Bilder dazu kann man in meinem Potsdam abandoned – Flickr-Set sehen.

27. März 2013
von andI611
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Vancouver timelapsed….Eyecandy!

Ich bin ja absoluter TimeLapse-Fan. Wenn dann noch meine absolute Ober-Lieblingsstadt, Vancouver nämlich, im Spiel ist, dann haben sie mich. Aber richtig. Vancouver ist ja im real speed schon eine Perle, aber das, was Joel Schat daraus macht, ist nochmal einen Ticken cooler. Ich mag ja diese TimeLapse-Videos, die mit einer Stage geschossen wurden und dadurch diese fantastisch gesetzte Dynamik bekommen. Das hier ist so eins, von Vancouver noch dazu. Übrigens lohnt auch ein Blick auf die anderen Arbeiten von Joel Schat.

(youtubedirektlapse)

20. Januar 2013
von andI611
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Twin Peaks: Longboarding Into Sunset

Kein Scheiß: als ich vor knapp 14 Monaten da oben auf den Twin Peaks stand, hab ich mich gewundert, warum im abgefuckt coolen San Francisco keiner von da mit einem Skateboard oder so runter brettert. So richtig viel Verkehr is da off-season nicht und die Strecke ist quasi ideal. Heute sehe ich dann dieses Video, wie der Typ mit seinem Longboard in den Sonnenuntergang genau von da oben runter schwurbelt. Na also, geht doch!

via HuffingtonPost / youtube direkt

23. Oktober 2012
von andI611
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Unter Sternen

Ich war am 24.05.2012 im Postbahnhof Berlin zu Gast bei Ray`s Guesthouse (was das ist, wer gespielt hat etc. könnt Ihr hier nachlesen und schauen…). Nach dem Konzert standen wir noch etwas neben der Bühne herum und unterhielten uns mit den Jungs von Plan B, die an diesem Abend ihren ersten richtig öffentlichen Auftritt nach ca. 2 Jahrzehnten hatten. Wie wir da so stehen und ich gerade mit Beckmann, dem Plan B-Bassisten, plaudere, kommt eine junge Dame daher und fragt, ob wir Lust hätten, in einem Video mitzu“singen“. Wir üssten uns nur ein iphone vor den Mund halten und ein paar Faxen machen. Die Dame war Tiger Lilly von der Band „Bonsai Kitten“ und sie warb um uns mit dem Hinweis, dass sie auch schon Rainer Calmund und Herbert Feuerstein erfolgreich gewinnen konnte. Ich machte mit, allerdings ohne große Hoffnung, dass ich es tatsächlich in das offizielle Musikvideo schaffen würde. Heute entdecke ich endlich einen Link zu besagtem Video und bin völlig von den Socken, denn ich bin echt drin! Das ist so geil, vor allem, wenn man sich vor Augen führt, wer da noch so alles in dem Video auftaucht: Johnny Haeusler, Michael Beckmann, Herbert Feuerstein, Doro Pesch, Ray Cokes, Joko Winterscheidt, Detlev Buck, Rainer Calmund, Markus Kavka, Derrick Green (Sepultura), The BossHoss, Mark Benecke, Olli Schulz, Thees Uhlmann und viele andere. Und ich, ab Minute 2:56 für einen winzigen Augenblick unten links im Bild!!!

4. Oktober 2012
von andI611
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Fundstücke – Die Saalburg-Briefe

Wow, das hört sich mysteriöös an, die Saalburg-Briefe! :-) Ist aber ganz unspektakulär.
Ich war als Junge von 7-13 Jahren jeden Sommer im Ferienlager. Meine Mutter arbeitete beim VEB Deutsche Schallplatten und jedes Jahr kamen die tollsten Jungs und Mädchen aus Rostock, Berlin, Potsdam und Leipzig in Saalburg zusammen, um die Ferien zu verbringen. Das war eine hochemotionale Zeit. Erstens war schon zu Beginn die Trauer groß, wenn der Freund oder die Freundin des letzten Jahres im anderen der beiden Durchgänge war. Und zweitens gab es die herzzerreißendsten Abschiedsarien im Zug bereits eine Stunde vor Schönefeld, denn kleine verliebte Paare gab es jedes Jahr in ausreichender Menge.
Es waren ausnahmslos wunderschöne 2 Wochen, jedes Jahr. Ob Tischtennisturnier, Neptunfest, Nachtwanderung (nicht immer, siehe Brief 1!), Sportfest oder die 2 Discos mit den ersten Engtanzerfahrungen – nichts hätte schöner sein können. Ich denke gern daran zurück. Einzig der – wahrscheinlich staatlich verordnete – Frühsport war nichts für mich und erinnerte etwas an militärische Verhäältnisse.
Natürlich bekam man auch Post. Und es wurde geschrieben, meist sogar freiwillig. Ich tat das auch, denn ich wollte bei der Postausgabe nicht leer ausgehen und dafür musste man eben auch selbst etwas tun. Zwei Briefe sind mir von meiner jüngeren Schwester vor nicht allzu langer Zeit „zugespielt“ worden, die ich damals Ende Juli 1980 an meine beiden Schwestern schickte. Nichts Weltbewegendes, kein Knaller, einfach zwei Kinderbriefe, die mich aber persönlich natürlich trotzdem berühren. Wahrscheinlich ist das auch nur für die Beteiligten von Interesse, wo immer sie das jetzt lesen. Aber ich mach das ja hier für mich, will das archivieren und außerdem wollte ich einfach schon immer mal gesagt haben: Ferienlager hat voll eingefetzt!!

Brief 1 – Ältere Schwester

Brief 2 – Jüngere Schwester

P.S. Ich sag jetzt nicht von wem, aber es wurde intern bemängelt, dass die Briefe unterschiedliches „Maß“ aufweisen. Ich bitte zu beachten, dass dem kürzeren Brief als Ausgleich neben den Grüßen auch Küsse mitgeschickt wurden. Völlige Gleichbehandlung also! ;-)

P.P.S. Wer hat bei solch einem Brief eigentlich die Rechte, der Verfasser oder der Empfänger? (Ich gehe im Zweifel aber von Zustimmung aus…)

27. Juni 2012
von andI611
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Nimm nicht die Liebsten!

Ich lese gerade „Mandels Büro“ von Berni Mayer aka @stburnster (bei twitter bzw. auch auf seinem lesenswerten Blog). Das Buch habe ich jetzt fast durchgelesen. Es liest sich gut weg, lässt einen zuweilen schmunzelnd zurück. Im Grunde kann ich mich den Einschätzungen auf dieser Seite uneingeschränkt anschliessen. Insbesondere eine Stelle hat mich gestern gestreichelt, weil mir das dort Geschriebene vor kurzem auch durch den Kopf ging und ich positiv entsetzt war, dass mir dieser Gedanke so kurz danach in einem Buch erneut präsentiert wird.
Wenn es einem schlecht geht, wenn man so vor sich hin „melancholiert“, dann flüchtet man sich ja allzu gern in die Musik. Wenn dann Song und Gemütszustand im Kopf verschmelzen, kann man später liebgewordene Musik kaum noch anhören, ohne wieder einen ungewollten Flashback zu bekommen. Und das schreibt der Berni so:

„Wenn es mir vor fünf Jahren schlecht gegangen ist, dann habe ich die… XYZ … gehört. Mit dem Resultat, dass mich eine alles hinwegreißende Melancholie ergriffen hat und die Gewissheit, dass die Welt wirklich eine Mördergrube ist. Weil das ist nämlich alles, was diese sogenannten Indiebands mit dir machen: Sie versichern dir, dass alles auch genauso wehtut, wie du es dir einbildest. Und noch schlimmer: Wenn es dir dann wieder besser geht, dann haben diese Interpreten deinen Schmerz und dein Unglück fest in ihren Songs abgespeichert. Für immer. Und für immer musst du dann die Dinge durchleiden, die du schon längst nicht mehr durchleidest, wenn du wieder den betreffenden Song hörst. Wer sich so etwas freiwillig antut, ist entweder jung oder ein Masochist.“

Das trifft es ziemlich genau und ich kann aus eigener Erfahrung nur den Rat geben: nehmt nicht Eure liebsten Songs zur Eigentherapie. Es sind die längste Zeit Eure liebsten gewesen. Zumindest bis zum nächsten Bedarf.

10. April 2012
von andI611
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Vancouver Downtown & Rocky Mountains

Hier habe ich mal noch zwei Bilder aus dem Land der Träume, etwas mit snapseed bearbeitet. Ich finde beide sehr schön und denke jedesmal, wie super die Bilder erst aussehen könnten, wenn ich eine richtige DSLR-Cam besitzen würde und nicht fast ausschließlich das iPhone zum Knipsen verwenden würde. Klar, für ein Smartphone sieht das irgendwie schon ganz gut, keine Frage.

Hier haben wir einen Blick von Vancouver Fairview bzw. der Seaside Bicycle Route rüber nach Downtown Vancouver. In der Mitte linst da noch ein wenig die Spitze von Granville Island rein. Man kann auf jeden Fall gut erkennen, warum Vancouver auch zuweilen „city of glass“ genannt wird. Aufgenommen am 27.09.2011.

Vancouver Downtown

Das zweite Bild ist während einer Autofahrt in den Kanadischen Rocky Mountains von Banff nach Lake Louise entstanden. Wieder iPhone, dadurch nicht ganz verwacklungsfrei, auf der Scheibe ein Tropfen, der mich aber irgendwie gar nicht stört. Im Gegenteil, ich mag das Bild sehr. Aufgenommen am 07.03.2012.

Highway #1 Alberta

7. März 2012
von andI611
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Banff 2012

Das Bloggen auf dem iPad ist eine absolute Qual und ich habe abends auch nicht mehr die Nerven, mich damit rumzuquälen. Fotos vom Trip in meinem Flickr-Stream. Vielleicht geschieht noch ein Wunder und ich schreib hier noch etwas ausführlicher, aber ich verspreche nichts. Fakt ist – es ist großartig und Schnee gibt es in rauhen Mengen. Viele Grüße an alle!!